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Medizinische Themen in den Medien

 
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Medizinische Themen in den Medien
von Jürgen Sengebusch - Freitag, 21. August 2020, 08:29
 

Insbesondere für die mündlichen Prüfungen ist es immer wieder interessant, einen Blick auf die Medien zu werfen (denn das tun die PrüferInnen auch): was wird gerade diskutiert? Wo gibt es etwas neues? Über was wird gestritten? Wir schauen für euch immer wieder und sagen die Themen, die wir finden, hier an.
Derzeit u.a.

  • Corona-Virus:

    "Die Ergebnisse von 154 in Deutschland durchgeführten Obduktionen von ver­storbenen COVID-19-Patienten bestätigen, dass bei einem schweren Verlauf der Erkran­kung diese in der Mehrzahl der Fälle auch die Todesursache ist." [Ärzteblatt.de] Die Mehrzahl der Verstorbenen war 60-80 Jahre alt. Die Zahl der Männer doppelt so hoch wie die der Frauen. Hauptbefunde waren diffuse Al­veolarschäden sowie Thrombosen und Thrombembolien und Gefäßwandschäden.
    (Luft-)Feuchtigkeit scheint die Ausbreitung der Infektionen zu verminden. [div. Medien].
    Bei einer deutlichen Anzahl zunächst gesundeten Infizierten gibt es rund sechs Wochen nach der "ersten Symptomwelle" erneute, sehr vielfältige Beschwerden - von Gefäßschäden, Thromben über Kopfschmerzen bis zu neurologischen Einschränkungen. [div. Studien].
    Kinder bleiben auch bei hoher Viruslast häufig symptomfrei [Ärzteblatt.de].

  • Eine Forschungsgruppe der Charité – Universitätsmedizin Berlin hat die optimale Position von Stimulationselektroden bei der tiefen Hirnstimulation von Patienten mit Zwangsstörungen bestimmt. Die so erreichbare Stimulation könnte laut den Forschern eine effetkive Behandlung der Zwangsstörung bewirken [Ärzteblatt.de]

  • Ein Team der Innsbrucker Universitäts-Klinik für Innere Medizin hat einen innovativen Antikörper für die Therapie der chronischen Blutarmut bei Dialyse-Patienten mitentwickelt. Dialyse-Patienten haben häufig eine geringere Ansprechbarkeit von EPO und die Tendenz zum Eisenmangel. Durch parallel Gabe eines AK benötigen - so leen Tierverscueh nahe - die Patienten eine geringere EPO-Dosis [verschiedene Fachmedien]

  • Zahlreiche Studien zeigen, dass sich der Alkoholkonsum bei vielen Menschen während des Lockdowns verändert hat. Vereinsamung, geringere soziale Kontrolle durch HomeOffice-Arbeit und Angst vor wirtschaftlichen Einbrüchen werden als häufige Gründe genannt. Der höchste Anstieg wurde zu Beginn der Corona-Pandemie verzeichnet. Eine erneute Fallzahl steht bei Fortbestand der Situation zu befürchten.

  • Psychisch induziertes Fieber gilt als stressbedingte Krankheit, die vor allem bei jüngeren Frauen auftritt. In manchen Fällen könne das Fieber extrem hoch klettern, etwa wenn die Betroffenen starken emotionalen Ereignissen ausgesetzt seien. Häufig hält sich die Körpertemperatur jedoch bei 37 bis 38 Grad Celsius, vor allem bei chronischem Dauerstress in der Schule, im Studium oder bei der Arbeit. Der Pathomechanismus ist noch unklar [japanische Studei, aponet]